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  • AutorenbildMargit Kresin

Damals - war alles besser, oder ?!

Neulich ist mir aufgefallen, dass ich wohl ein Alter erreicht habe, wo ich zurück auf mein Leben als Kind, als Jugendliche, als junge Erwachsene und als reife Frau blicke. War alles früher besser? Haben dies nicht schon unsere Großeltern gesagt?


Ich wuchs in Afrika im Busch und später in einer Kleinstadt auf. Großstadtleben und Hektik lernte ich erst mit siebzehn kennen. Im selben Alter bekamen wir auch erst einen Fernseher. Wir freuten uns wenn, wir mal alle zwei Monate gemeinsam mit meinen Eltern ins Autokino fahren durften.Später durften wir dann auch mit unserem eigenen Geld ins Kino gehen. Als ich aufwuchs, habe ich nie das Einkommen meiner Eltern in Frage gestellt, es stand nie zur Diskussion. Mein Vater hatte immer den Spruch auf den Lippen: „Über Geld spricht man nicht, das hat man oder man hat es nicht.“ Wir haben fast nie ein Fast Food Restaurant oder in einem Speiselokal gegessen, weil es als etwas Besonderes angesehen wurde. Bei uns gab es Hausmannskost bestehend aus Fleisch, Kartoffeln und Gemüse - (die keine optionale Wahl waren). Kein Gemüse, kein Nachtisch! Einmal in der Woche gab es ein Spargericht, wie Milchreis, Pfannekuchen, oder Labskaus.

Wir sind in einer Zeit aufgewachsen, in der wir Rasen gemäht, Unkraut gejätet, Blumen gegossen und bei der Hausarbeit geholfen haben. Es gab zwar etwas Taschengeld, aber es reichte gerade mal um uns einmal pro Woche ein Eis am Stiel zu kaufen. Um Extra-Geld zu verdienen um mir eine einfache Schalplatte zu kaufen, half ich in den Ferien bei meinem Onkel in einem Farmladen mit. Wir haben keineswegs alles bekommen, was wir wollten. Zu Weihnachten gab es meist drei Geschenke: etwas Nützliches wie ein Kleidungsstück, ein Spielzeug/ später Schmuckstück oder Halstuch und meist ein Buch. Obligatorisch war über viele Jahre ein großes Puzzle, welches wir als Familie gemeinsam zusammenbauten.

Wir waren viel draußen, um zu spielen, Fahrrad zu fahren, mit Freunden zu laufen, Verstecken zu spielen oder schwimmen zu gehen. Das Pausenbrot war in Butterbrot eingewickelt und zu trinken gab es aus dem Trinkbrunnen bzw. direkt aus dem Wasserhahn. Wasser oder Saft mit in die Schule oder zum Sport zu schleppen, war uns unbekannt.

Nach der Schule kamen wir nach Hause und machten Hausaufgaben und Hausarbeiten, bevor wir nach draußen gingen oder Freunde zu uns holten. Wir fuhren stundenlang mit unseren Fahrrädern um den Straßenblock. Wir mussten unseren Eltern sagen, wohin wir gingen, mit wem wir gingen, und bei Einbruch der Dunkelheit zu Hause sein. Du hast von deinen Eltern GELERNT, anstatt sie respektlos zu behandeln und sie so zu behandeln, als ob sie absolut nichts wüssten. Was sie sagten, war GESETZ, und Sie haben es nicht in Frage gestellt, und Sie sollten es besser wissen!

Wir beobachteten, was wir gegenüber unseren Ältesten sagten, weil wir wussten, wenn wir einen Erwachsenen NICHT RESPEKTIEREN würden, würden wir eine echte Beschimpfung bekommen, es wurde nicht Missbrauch genannt, es wurde Disziplin genannt! Wir hielten Türen auf, trugen Lebensmittel und gaben unseren Platz ungefragt für eine ältere Person ab. Du hast keine Schimpfwörter im Radio in Liedern oder im Fernsehen gehört.


Wie verhalten wir Menschen, wir gläubigen Christen, uns heute. Was ist uns wichtig? Liebe, Respekt füreinader, Vater und Mutter ehren, Zeit füreinander haben? Stehen die Worte "ICH, ICH WILL" nicht viel zu sehr im Vordergrund? Lasst uns einander füreinader da sein und den nächsten lieben wie uns selbst.




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