SHALOM - שלום

Der Frieden, den ich gebe, ist ein Geschenk, das die Welt nicht geben kann. (Johannes 14,27)

Ich liebe das Wort Frieden. Es fängt die Art und Weise ein, wie ich am Strand des Atlantischen Ozeans stehe, den Sonnenuntergang betrachte und dabei den Wellen und dem Kreischen der Möwen zu höre.

Frieden ist aber auch, wenn man merkt, dass eines der Kinder sich in Gefahr befindet und man trotz allem Ruhe bewahrt. So durfte ich z.B. Gottes Frieden in aller Sorge und Not spüren, obwohl im Fernsehen, die Schreckensnachrichten über den Vorfall in Duisburg 2010 liefen. Im Nachhinein war ich dankbar, dass der HERR mir diesen Frieden geschenkt hatte. Ich durfte mich mit meiner Tochter und ihren Freunden freuen, dass diese aus einem „Bauchgefühl“ heraus die Veranstaltung früher und durch einen anderen Ausgang verlassen hatten. Erst als sie am Bahnhof ankamen, erfuhren sie was geschehen war. Ja, es gibt mir Frieden, meine Kinder in Sicherheit und unter Gottes Schutz zu wissen.


Trotzdem sieht das Wort Frieden selbst eher schlicht aus, wenn man es mit dem hebräischen Wort Schalom vergleicht. Warum?


Schalom שלום beinhaltet Ruhe, Vollendung, Harmonie, Ganzheitlichkeit, Heilung, Wohlbefinden, Perfektion, Sicherheit, Solidität, Erfolg und Wohlstand. Wenn es Schalom gibt, ist das Leben so, wie es sein sollte. Wo Schalom ist, finden sich nicht nur Sicherheit und Ruhe, sondern auch Gesundheit und Freude. Schalom ist mehr als Friede. Es bedeutet Zu-frieden-heit. Schalom ist kein Zustand, sondern der Weg dorthin. Schalom schmecken heißt so viel wie das Paradies schmecken. Es soll das Leben berühren, das Gott von uns beabsichtigt hat.


Wir wissen natürlich, dass dieser ursprüngliche Schalom durch die Sünde zerstört wurde. Anstelle von Schalom sind unzählige Übel in unsere Welt gekommen. Glücklicherweise hat Gott die Absicht, Seine ursprüngliche Idee, eine Welt voller Schalom zu schaffen, nie aufgegeben. Er sandte seinen Sohn Jesus (Jeschua), um für uns ein kostspieliges Opfer zu bringen, um den Frieden wiederherzustellen. Deshalb sprach Paulus zu den Römern und sagte: „Wie schön sind die Füße derer, die das Evangelium des Friedens predigen“ (Römer 10,15)

Ich möchte mich in diesem Jahr darauf konzentrieren, eine Frau des Friedens zu werden. Ich möchte den Frieden, den Gott mir schenken möchte, dankend entgegen nehmen und weitergeben. Ich möchte den HERRN bitten mir die Dinge zu zeigen, die den wahren Schalom ausmachen. Der Frieden, nach dem ich mich sehne, der Schalom, den Gott verspricht, wird jedoch erst dann vollständig hergestellt sein, wenn Jesus wiederkommt. Aber selbst jetzt können diejenigen von uns, die zu ihm gehören, in unserer Erfahrung seines versprochenen Friedens wachsen.


Um Etty Hillesum, eine Frau, die während des Zweiten Weltkriegs in einem Todeslager der Nazis ums Leben kam, zu zitieren: „Letztendlich haben wir nur eine moralische Pflicht: große Bereiche des Friedens in uns selbst zurückzugewinnen, um diesen anderen gegenüber zu reflektieren. Und je mehr Frieden in uns ist, desto mehr Frieden wird es auch in unserer unruhigen Welt geben. “

Mein Gebet: „Vater, ich bete, dass du mir den Weg zum Frieden zeigst. Hilf mir, im Schalom zu wachsen, während ich dir folgen will. Und wenn ich das tue, hilf mir, deinen Frieden an andere weiterzugeben.“


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