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Station 2 –
Die Trauernden

„Glückselig sind die Trauernden,
denn sie sollen getröstet werden.“

(Matthäus 5,4 – Schlachter 2000)

Raum für Leid

Trauer gehört zum Weg.
Nicht nur der Verlust eines Menschen,
sondern alles, was zerbrochen ist:
Hoffnungen, Vertrauen, Sicherheit.

Gott weist das Leid nicht zurück.
Er eilt nicht darüber hinweg.
Er bleibt.
Bei denen, die den Schmerz nicht überspringen können.

Der zweite Raum: Das Ende der Verdrängung

Im Haus unseres Lebens gibt es oft verschlossene Kammern.

Wir haben dort hineingeworfen,

was uns Angst macht,
und es wie hinter einem Staudamm verborgen.

In der Trauer öffnen wir diese Tür.

Wir lassen zu,
dass der Schmerz angesehen wird.

Trost geschieht dort,
wo nichts mehr verdrängt wird.

Gebet

Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name.

Du siehst mein Leid.
Du kennst, was ich trage
und wofür mir die Worte fehlen.

Ich halte dir nichts hin,
außer meinem offenen Herzen.
Tröste mich auf deine Weise
und in deiner Zeit.

Bleib bei mir.
Amen.

Denkanstoß

Halte nicht zurück, was in deinem Herzen ist.

Auch der Schmerz darf vor ihm bestehen.

Denn dort, wo du nicht mehr festhältst,
kann Trost dich erreichen.

Vertraue darauf, dass er nahe ist

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