Wegmarke 12 –
Das Vaterhaus
Ich bin zurückgekehrt.
Der Weg liegt hinter mir.
Ich öffne meinen Rucksack.
Ich nehme heraus, was ich getragen habe.
Stück für Stück.
Die Dinge, die mich begleitet haben.
Die Spuren des Weges.
Der Staub ist noch da.
Und während ich auspacke, wird mir etwas bewusst.
Der Weg ist nicht nur eine Erinnerung.
Er ist Teil von mir geworden.
Ich stehe in meinem eigenen Raum.
Alles ist vertraut.
Und doch ist etwas anders.
Die Stille ist dieselbe Stille,
die mich auf dem Weg begleitet hat.
Die Gegenwart ist dieselbe Gegenwart,
die ich draußen gespürt habe.
Und plötzlich erkenne ich:
Ich bin nicht zurückgekehrt, um ihn wieder zu suchen.
Er ist hier.
Er war nie fern.
Er hat mich nicht nur auf dem Weg begleitet.
Er ist mit mir gekommen.
Und ich beginne zu verstehen:
Ich selbst bin ein Ort Seiner Gegenwart geworden.
Nicht aus mir selbst.
Sondern weil er in mir wohnt.
Er hat Seine Wohnung nicht aus Stein gebaut.
Er hat sie in mir errichtet.
Er ist nicht fern.
Er ist nahe.
Er ist hier.
Und ich bin zu Hause.
Ich habe erkannt,
dass seine Gegenwart in mir ist
Ich habe ihn auf dem Weg gesucht.
Ich habe ihn in der Stille gespürt.
Jetzt erkenne ich, dass er nicht nur bei mir ist.
Er wohnt in mir.
Ich bin nicht mehr getrennt.
Ich bin nicht mehr fremd.
Ich gehöre zu ihm.
Ich bin sein Tempel
Ich habe geglaubt, ich müsste zu einem bestimmten Ort gehen.
Doch jetzt erkenne ich:
Er hat sich selbst einen Ort bereitet.
Nicht aus Stein - sondern in mir.
Seine Gegenwart ist nicht fern.
Sie ist hier.
Ich beginne zu verstehen:
Was einst im Allerheiligsten verborgen war,
schreibst du nun in mein Herz.
Dein Wort nicht mehr auf Steintafeln,
sondern lebendig in mir.
Was tot erschien,
bringst du zum Blühen –
wie ein Stab, der neu ausschlägt.
Und deine Gegenwart ist kein fernes Zeichen mehr,
sondern eine lebendige Wirklichkeit.
Ich bin zu Hause
Ich muss nicht mehr suchen wie zuvor.
Ich darf bleiben.
Ich darf leben.
Ich darf gehen – und doch zu Hause sein.
Denn das Vaterhaus ist nicht fern.
Seine Gegenwart ist in mir.
Und ich bin sein.
Gebet
Vater,
du warst bei mir auf jedem Schritt meines Weges.
Und jetzt erkenne ich:
Du bist nicht nur bei mir.
Du hast Wohnung in mir genommen.
Wie deine Gegenwart einst im Allerheiligsten ruhte,
so willst du in meinem Herzen wohnen.
Nicht fern.
Nicht verborgen.
Sondern lebendig in mir.
Ich danke dir für Jeschua,
den Weg zu dir.
Durch ihn bin ich kein Fremder mehr,
sondern ein Ort deiner Gegenwart.
Lehre mich,
als dein Tempel zu leben.
Bewahre mein Herz,
dass es dir Raum gibt.
Du bist nahe.
Und ich bin dein.
Amen.
Siegelwort:
Der Weg endet nicht – er nimmt Wohnung in dir
Schriftwort:
„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“
(Psalm 147,3)

Bleib unter dem Schirm des Höchsten.
Der Friede Gottes sei mit dir.
Margit Kresin
Vom Ankommen zum Weitergehen
Manche Wege enden nicht dort, wo wir ankommen.
Manche Wege beginnen gerade dort neu.
Wenn du weitergehen möchtest,
führt dich der nächste Abschnitt auf einen Weg,
den Jeschua selbst vor uns gelegt hat -
den Weg der Wahrheit
