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Wegweiser_nahara_emet.png

Wegmarke 7 –
Ich wähle den schmaleren Weg

Der Weg, auf dem ich gehe, ist gut.

Der Boden ist fest, und meine Schritte sind ruhig geworden.
Ich komme voran, ohne große Anstrengung.

Ich begegne anderen Reisenden.
Fahrräder ziehen an mir vorbei.
Eine Kutsche kreuzt meinen Weg.

Alles wirkt geordnet.
Alles ist klar.

Ich fühle mich sicher.

Dann komme ich an eine Kreuzung.

Ich bleibe stehen.

Vor mir liegen zwei Wege.

Der eine ist breit und offen.
Er führt weiter, so wie bisher.

Der andere ist schmaler.

Ein Zeichen weist die Richtung:

Spitzbubenweg – 6 km
Fahrradweg – 10 km

Ich betrachte beide Wege.

Der breite Weg wirkt leichter.
Der schmale Weg wirkt direkter.

Ich frage mich, welchen Weg ich gehen soll.

Die Karte weist mir den kürzeren Weg an.
Ich treffe ich eine Entscheidung.

Ich folge dem schmaleren Weg.

Am Anfang scheint es einfach.

Doch bald verändert sich der Weg.

Wurzeln durchziehen den Boden.


Die Bäume stehen dicht beieinander.

Die Luft ist schwer.

Die Weite, die mich zuvor begleitet hat, ist verschwunden.

Der Weg fordert mich.

Mein Körper spürt die Belastung.


Meine Schritte werden langsamer.

Manchmal frage ich mich, ob ich richtig gewählt habe.

Nur selten begegnet mir jemand.

Doch wenn mir jemand begegnet,

höre ich immer wieder dieselben Worte:

Der Weg ist etwas schwerer,
aber er ist kürzer.

Und er führt zur nächsten Begegnungsstätte.

Ich gehe weiter.

Nicht, weil es leicht ist.
Sondern weil ich mich entschieden habe.

Ich weiß nicht alles.
Aber ich vertraue dem Schritt, den ich gegangen bin.

Und ich gehe weiter.

Ich habe gewählt

Ich stand vor einer Entscheidung.

Der Wegweiser zeigte zwei Möglichkeiten an.

Kein Zeichen zwang mich.
Keine Stimme nahm mir die Wahl ab. 

Und doch wusste ich, dass ich wählen musste.

Ich habe den Weg gewählt, der vor mir lag.


Ich habe den Schritt getan.

Ich folge, auch wenn es schwer wird

Der Weg ist nicht so leicht, wie ich gehofft hatte.

Er fordert mich.
Er verlangt Kraft und Ausdauer.

Nicht jeder Schritt ist sicher.
Nicht jeder Moment ist klar.

Und doch gehe ich weiter.

Ich vertraue, auch ohne Gewissheit

Ich kenne nicht den ganzen Weg.

Ich weiß nicht, was vor mir liegt.

Aber ich vertraue darauf, dass ich nicht vergeblich gehe.

Gott sieht meinen Weg.


Auch hier.

Gebet

Vater,

du siehst meine Entscheidung.

Du kennst meinen Weg.

Wenn der Weg schwer wird, bleibe bei mir.
Wenn meine Kraft nachlässt, stärke mich.

Führe mich weiter, Schritt für Schritt.

Amen.

Siegelwort:

Der Weg der Nähe beginnt mit einer Entscheidung.

Schriftwort:

„Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.“
(Sprüche 3,5–6)

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