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Wegmarke 8 –
Ich werde getragen und gereinigt

Der Weg hat mich Kraft gekostet.

Was am Anfang leicht war, ist schwer geworden.
Meine Schritte sind langsamer geworden.


Mein Körper trägt die Spuren des Weges.

Ich habe meine Grenzen erreicht.

Ich konnte nicht mehr so weitergehen wie zuvor.

Und doch wurde ich weitergeführt.

Nicht jeder Abschnitt lag mehr in meiner eigenen Kraft.


Ich durfte annehmen, was mir gegeben wurde.

Zwischendurch habe ich mich im Bus transportieren lassen.

Mein Bein verlangte nach Schonung.

Ich wurde getragen.

Und so komme ich an.

Früher, als ich es erwartet hatte.

Ich stehe vor der Herberge.
Die Tür ist noch verschlossen.

Ich warte.

Ich bin müde.
Mein Körper ist erschöpft.

Doch ich bin angekommen.

Und dann öffnet sich die Tür.

Ich trete ein.

Es ist still.

Ich lege ab, was ich getragen habe.
Den Staub des Weges.
Die Schwere der vergangenen Tage.

Ich reinige meinen Körper.
Ich wasche meine Kleider.

Das Wasser berührt meine Haut.
Und mit ihm weicht die Last des Weges.

 

Ich betrachte meine Haut.

Sie trägt die Spuren der Sonne und des Weges.

 

Ich nehme Öl und salbe die Stellen, die wund geworden sind.

Langsam.

Behutsam.

 

Das Öl dringt ein.

Es lindert den Schmerz.

Es schützt, was verletzlich geworden ist.

 

Ich spüre, wie neue Kraft zurückkehrt

und die Haut neu zu atmen beginnt.

Ich werde still.

Ich muss nicht weitergehen.
Nicht jetzt.

Ein neuer Tag liegt vor mir.


Ein Tag der Ruhe. Sabbat.

Ich beginne zu verstehen, dass diese Zeit kein Zufall ist.

Es ist Zeit, mich vorzubereiten.

Es ist die Zeit zum Auftanken.

Tief in mir spüre ich eine leise Erinnerung:

"Komm zum Brunnen."

Ich weiß noch nicht, was mich dort erwartet.

Aber ich weiß, dass ich gerufen bin.

Und ich bin bereit zu kommen.

Ich habe meine Grenzen erkannt

Ich wollte stark sein.
Ich wollte den Weg aus eigener Kraft gehen.

Doch ich habe erkannt, dass meine Kraft begrenzt ist.

Und das ist kein Versagen.

Es ist ein Teil meines Wege

Ich habe angenommen, getragen zu werden

Ich habe Hilfe angenommen.

Nicht, weil ich aufgegeben habe.


Sondern weil ich weitergehen wollte.

Ich musste nicht alles allein tun.

Gott hat Wege bereitet, die ich nicht erwartet hatte.

Und ich wurde getragen.

Ich wurde gereinigt und vorbereitet

Ich durfte zur Ruhe kommen.

Ich durfte den Staub des Weges abwaschen.

Ich habe meine Kleider gereinigt.

 

Ich habe meine Haut gesalbt,

wo der Weg Spuren hinterlassen hat.

Was wund war, durfte heilen.

Was erschöpft war, darf zur Ruhe kommen.

Ich durfte loslassen, was ich getragen hatte.

 

Ich spüre, dass diese Zeit nicht leer ist.

Gott stellt mich wieder her.

 

Ich spüre, dass ich vorbereitet werde.

 

Etwas liegt vor mir.

Und ich bin bereit.

Dankgebet

Vater,

ich danke dir.

Du hast mich getragen, als meine Kraft zu Ende war.

Du hast mich hierher geführt.

Reinige mein Herz.
Erneuere meine Kraft.

Bereite mich auf das vor, was vor mir liegt.

Führe mich zu dem Ort, an dem du mir begegnen willst.

Amen.

Siegelwort:

Du wirst getragen – nicht angetrieben.

Schriftwort:

„Nicht durch Kraft und nicht durch Macht,

sondern durch meinen Geist, spricht der HERR.“
(Sacharja 4,6)

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