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Wegmarke 10 –
Die Zeit der Rückkehr

Ich gehe weiter.

Der Weg ist ruhiger geworden.

Mein Körper hat sich erholt,

doch ich spüre die Anstrengung noch in mir.

Meine Schritte sind langsamer als am Anfang.
Und doch gehe ich in Frieden.

Ich komme an Orte,

an denen ich meinen Pilgerpass abstempeln lassen möchte.

Doch die Türen sind geschlossen.

Ich versuche es ein weiteres Mal.

Auch dort bleibt die Tür verschlossen.

Zuerst verstehe ich es nicht.

Ich war hierher gekommen.
Ich war diesen Weg gegangen.

Und doch erhalte ich kein sichtbares Zeichen dafür.

Ich gehe weiter.

Schließlich erreiche ich meine mir empfohlene Herberge.

Ich trete ein.

Ich lege meine Sachen ab.

Und in der Stille wird mir etwas klar.

Der Weg geht weiter.

Aber für mich geht er hier zu Ende.

Nicht, weil der Weg aufgehört hat.

Sondern weil mein Abschnitt vollendet ist.

Ich spüre keinen Widerstand in mir.

Nur Frieden.

Ich weiß, dass ich morgen gehen werde.

Ich werde noch einmal durch den Ort gehen.

Vielleicht gibt es etwas zu entdecken.

Und dann werde ich in den Zug steigen.

Ich werde zurückkehren.

 

Nicht als derselbe Mensch, der aufgebrochen ist.

Sondern als jemand, der geführt wurde.

 

Und der nun weiß, dass der Weg nicht endet,

wenn ich heimkehre.

 

Denn der Weg geht weiter - in mir

Ich habe angenommen,
dass nicht alles sichtbar bestätigt wird

Ich habe mir gewünscht, ein Zeichen zu erhalten.

Einen Stempel.
Eine sichtbare Bestätigung meines Weges.

Doch die Türen blieben geschlossen.

Und ich habe verstanden, dass mein Weg nicht von äußeren Zeichen abhängt.

Der Ewige hat meinen Weg gesehen.

Das ist genug.

Ich habe erkannt,
dass dieser Abschnitt vollendet ist

Ich spüre, dass ich angekommen bin.

Nicht nur an einem Ort.

Sondern an einem inneren Punkt des Friedens.

Ich muss nicht weitergehen.

Ich darf zurückkehren.

Ich bin bereit, zurückzukehren

Der Weg liegt hinter mir.

Und doch ist er nicht vorbei.

Er lebt in mir weiter.

Ich werde zurückgehen in mein Leben.

Doch ich gehe nicht allein.

Mein Gott geht mit mir.

Gebet

Vater,

ich danke dir.

Du hast mich geführt auf diesem Weg.

Du hast mich bewahrt und getragen.

Du hast mir gezeigt, dass du nahe bist.

Ich bitte dich:

Hilf mir, das, was ich empfangen habe, zu bewahren.

Und lehre mich, weiter mit dir zu gehen,

auch wenn der äußere Weg endet.

Dies bitte ich im Namen meines Retters Jeschua haMaschiach.

Amen.

Siegelwort:

Alles hat seine Zeit – auch das Zurückkehren.

Schriftwort:

„Alles hat seine Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“
(Prediger 3,1)

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